Arbeiten in Belgien

Immer mehr Deutsche wollen in Belgien arbeiten. Für EU Bürger ist der Zugang zum belgischen Arbeitsmarkt ein leichtes, da dieser jedem nicht nur frei steht, sondern darüber hinaus auch die im Ausland erworbenen Zeugnisse und Abschlüsse, sofern diese ins Belgische übersetzt vorliegen, ohne Einschränkung akzeptiert werden. Besonders die geringe Arbeitslosenquote von derzeit 6,9 Prozent (April 2008) ist hierbei für ausländische Arbeitnehmer am belgischen Arbeitsmarkt besonders interessant, da gerade in den Großstädten Brüssel oder auch Anderlecht eine sehr hohe Nachfrage nach Arbeitskräften vorhanden ist, die seitens der belgischen Unternehmen auch sehr gerne mit ausländischen Arbeitnehmern bedient wird

Obwohl die belgische Wirtschaft inzwischen zu den stärksten innerhalb der Grenzen der Europäischen Union zu zählen ist, bietet sie dennoch nur eine Beschäftigungsquote von 44,7 Prozent, was derzeit im unteren Drittel der EU liegt. Grund hierfür ist, dass der Zugang für ältere und auch sehr junge Arbeitnehmer in der heutigen Zeit sehr schwer ist, da die belgische Wirtschaft bei der Neubeschäfftigung von Arbeitnehmern sehr auf das Verhältnis von Gehalt und Erfahrung schaut, so dass es eben für diese beiden Gruppe derzeit schwer ist neu angestellt zu werden.

Größter Arbeitgeber und damit auch wichtigster Wirtschaftszweig innerhalb Belgiens ist der Dienstleistungssektor, welcher über 77 Prozent aller Arbeitsplätze stellt. In Großstädten wie beispielsweise Brüssel wird dies dabei noch deutlicher, denn in dieser Stadt sind sage und schreibe 90 Prozent aller Beschäftigten inzwischen in der Dienstleistungsbranche tätig. Gerade hierbei wird sehr viel darauf geachtet wie sprachgewandt ein Bewerber ist. Belgien kennt 3 Amtssprachen: Niederländisch = Flämisch in Flandern), Französisch und Deutsch (in Ostbelgien). Englisch ist im Wirtschaftsbereich ebenfalls Voraussetzung, um einen guten Job zu bekommen. Das Arbeiten in Belgien ist also sehr vom Dienstleistungssektor geprägt.

Aufgrund dieser Tatsache ist der belgische Arbeitsmarkt auch sehr Stark in Krisenzeiten, da die Schieflage einer so genannten Schlüsselindustrie hierbei nicht den gesamten Arbeitsmarkt beeinflussen kann da es in Belgien praktisch keine übermächtige Schlüsselindustrie gibt.

Generell gilt es jedoch dabei noch zu beachten, dass es große regionale Unterschiede in Sachen Beschäftigungsquote und Arbeitslosigkeit zwischen Stadt und Land in Belgien gibt. Während die Wirtschaft in den größeren Städte sehr gut läuft, tun sich in den ländlicheren Regionen derzeit einige Probleme auf was zu einer Arbeitslosigkeit von teilweise 20 Prozent in einigen Regionen führt.

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